Publikationen

Im Herbst/Winter sind neue Bücher erschienen, in denen ich jeweils Beiträge beisteuern konnte:

DAS SCIENCE FICTION JAHR 2018 (Golkonda Verlag) ist nach wie vor ein guter Seismograph, was sich in all den Jahrzehnten in der SF-Kultur verändert. 2018 bin ich das erste Mal dabei – ich habe nochmals den „Science Fiction und Afrika“-Artikel bei Telepolis überarbeitet. Nur so viel: Das Jahrbuch bringt eine gute Mischung aus Hintergründen und Aktualität. Meines Erachtens eine sehr gute Quelle für eigene Texte und mehr noch: Gedanken.

Das SF Jahr 2018Persönlich verstehe ich SF als Zukunftsspekulation und Technikfolgenabschätzung. Das hört sich nüchtern an, aber das „Science“ steht nicht von ungefähr für Naturwissenschaften. Anders gesagt: Um zur und über SF zu schreiben, ist es wichtig, sich zu informieren. Grundlagenforschung und einige Nebenstrecken, sodass die Literatur entsprechend umfassend berichten kann. Nicht so sehr die Frage, ob die Menschheit ins All aufbricht. Das sollte man als Tradition im Auge behalten; doch die fortschreitende ökologische Situation auf dem blauen Planeten scheint dringlichere Fragen zu stellen, wie die Zukunft aussehen wird.
Anlässlich des Todes der Autorin Ursula K. Le Guin gibt es gleich zwei Nachrufe; der Artikel ihrer deutschen Übersetzerin Karen Nölle. Sie schildert die Herausforderungen des Übersetzens. Auch spannend, weil kurios, ist Karlheinz Steinmüllers Einlassungen auf eine Exobiologie, also einer Biologie zu außerirdischen Spezies. Mein Namensvetter Dominic Riemenschneider schreibt zu Hochhausbau in SF-Werken. Die Grenze ist der Horizont. Es gibt noch weitere ansprechende Artikel. Dazu an anderer Stelle dann mehr.

Ein anderes Buch ist HEAR ‚EM ALL, das im Ventil Verlag zu Mainz erschienen ist. Sein Herausgeber Frank Schäfer schreibt für den (deutschen) Rolling Stone, auch für die taz. Der Band versammelt Rezensionen zu wichtigen Metal-Alben. Auch Hardrock oder ziemlich lauter-schräger Rock (The Melvins) wird akzeptiert – Sammelkriterium war die Vorschlagsliste der Beiträger. Gut, kann man so machen. So ist für jeden etwas dabei. Dabei sind auch viele Kollegen. Eine kurzweilige Lektüre, anekdotenreich oder musikbiographisch. Leicht zu lesen und anregend. Geschmäcker sind letztlich verschieden. Deshalb die Empfehlung: Selbst entdecken!

Hear 'Em All Buchcover

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