Makulatur

Was mache ich mit Beiträgen, die nicht angenommen werden? Online veröffentlichen? Am besten im eigenen Blog! Ich bin dann Journalist, Redakteur und Chef in einer Person. Ich bestimme, welche Schlagzeile für den Inhalt steht. Und klar, Leser sollen auch angelockt werden.

Große Herausforderungen liegen im Thema und im Stil. Das Thema kann komplex, deshalb interessant sein, aber der Stil kann das eigentlich zu Sagende unklar ausdrücken oder gar verschleiern.
Ich wiederhole nicht den Sermon des intelligenten Lernens, wie ihn so viele Blogs aufsagen: Schreibe so und so, damit du deine Zielgruppe erreichst. Zur Not muss man feilen und schleifen, bis die Sprache richtig sitzt. Flüssig geht die Arbeit bei diffizilen Themen sicher nur in wenigen Glücksfäll von der Hand.

Die Metaphorik der Sprache steht dem Plan im Wege, eigentlich das zu schreiben, was man sagen möchte. Vielleicht entkomme ich meinem Stil nicht? Kritische Stimmen können sagen: Wenn du überhaupt einen hast, dann entscheiden immer noch andere als du. Wirklich?

Es wäre eine verlockende Unternehmung, ein Ego-Zine zu gründen. Texte könnten eine Heimat finden.
Ob der Blick in den Spiegel am Morgen nicht ausreichend zur Selbstvergewisserung wäre und lieber etwas länger feilen, bis ein fremdes Auge Ja sagt? Ich denke schon. Denn bekanntlich sehen vier Augen mehr als zwei. In diesem Sinne arbeitet die Qualität für die Quantität.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.