April Fool’s Day

Hat Gott Humor?

Die Überlappung des Ostersonntags, der Tag der Auferstehung seines Sohnes Jesus Christus, mit dem Aprilscherz weist zumindest auf eine Art kosmischer Ironie. Theologisch könnte man auf Augustinus verweisen: Je absurder es ist, desto mehr glaube ich. Als Laie fällt mir nur der 1. April auf. Sicher kann man das theologisch erörtern. Aber geplant war es sicher nicht. Ostern verschiebt sich jedes Jahr auf verschiedene Tage. Im Jahr 2018 trifft es nun den 1. April. Die Gottesdienste werden ganz sicher mit entsprechender Liturgie abgehalten; die gläubigen Christen werden ihr Osterfest feiern und die Heiden sich ihre eigenen Mythen ersinnen. Dieser Hybrid spiegelt doch neben Christi Auferstehung mit den Ostereiern, den Pflanzen, dem Moos, den Osternestern, dem Hasen genau die Kultur wieder, in der wir nicht erst seit gOsterhase in Folieestern leben. Die nicht rein christlich ist. Oder spricht die Bibel auch vom Hasen?

Der Ruf nach Reinheit, nach trveness, nach dem „real thing“ zieht sich nicht nur durch Sparten der Popkultur. Im rechtspopulistischen Durcheinander melden sich symbolische Nachfahren der Katharer und schreien: Pure Qualität. Kein Gepansche, nur reinen Wein schenke dir an Ostern an, wenn der Heiland auffährt zu den Gerechten und zur Seite ….

Den Hasen vergessen sie dabei. Meister Langohr gilt als raffiniertes Tier, als gewitzter Zeitgenosse, der mit so manchem Trick in den Fabeln seinen Vorteil erkämpft. Der Hase erinnert auch die Christen daran, dass das Frühlingsfest nicht nur ihres Helden Auferstehung dient, sondern den „heidnischen“ (oder wie man ihn nennen sollte, vorchristlich vielleicht?) Hintergrund bis heute mit sich führt. Ostern soll sich von laut Duden vom altgermanischen Ausro für Morgenröte ableiten. Die indoeuropäische Wurzel verweist auf „hell werden“. Dies passt wiederum auf die christliche Feier.

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