Green Meteor – Consumed By A Dying Sun

Bandname, Albumtitel und Cover verweisen auf das Etikett „Planetenmusik“. Zugleich weisen Bandname wie auch Titel auf eine popkulturelle Tradition des Umgangs mit den Planeten und dem Kosmos. Das Cover stellt die Sonne als Raubtier dar. Sie verschlingt wirbelnde Strahlen, alles sehr psychedelisch umgesetzt. Der Umgang mit den Planeten oder eher mit dem Kosmos ist ein stark stilisierter. So wie man sonst den Detektiv mit zerknautschten Hut und Trenchcoat darstellt, es regnet die halbe Nacht, natürlich ist er Kettenraucher und die Auftraggeberin birgt ein dunkles Geheimnis – genau so greifen GREEN METEOR das Thema als einen Teil von Trash auf. Trash heißt hier: das Aufgreifen von vermeintlichen Trivialinhalten, die der Unterhaltung dienen.

Musikalisch offerieren GREEN METEOR Doom Metal versetzt mit Stoner-Einsprengseln. Die obligatorische Frage, ob dieser Stil etwas mit Planetenmusik zu tun haben könnte, stellt sich auch hier. Bedenkt man die bereits bestehende Tradition in diesem Segment der Rockmusik, was vor allem durch die populäre Band Monster Magnet verdeutlicht wird, ist es nur konsequent, eine MCD („Consumed By A Dying Sun“ beinhaltet 5 Tracks) den kosmischen Themen zu öffnen. Auf der Facebook-Seite nennt die Band Kubricks Film 2001: A Space Odyssey wie auch die NASA als Einflüsse. Als musikalische Einflüsse nennen GREEN METEOR Hawkwind, Pioniere des Space Rocks. Meherere Hawkwind-Songtexte wurden vom SF- und Fantasy-Autor Michael Moorcock geschrieben. Zudem unterstützte er die Band bei der Entwicklung ihres Konzeptes. GREEN METEOR scheinen nicht solch einen illustren Mentor zu besitzen. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass sie sich auch von der Lektüre von Moorcock-Büchern zu ihren Stücken inspirieren lassen.

Den Song „Mirrored Parabola Theory“ veröffentlichten sie vorab als Single. Musikalisch macht die Band keine großen Sprünge. Die Riffs bewegen sich hierzu zu sehr im gesteckten Rahmen des Genres. Sicher unterhalten GREEN METEOR ein gutes Stück weit. Dennoch bleibt der letzte Kitzel auf der Strecke. Im Stoner Rock tummeln sich viele Bands. Mit dem Doom Metal-Revival scheinen heavy Riffs und langsames grooviges Tempo wieder en vogue zu sein.

Fazit: Planetenmusik ist „Consumed By A Dying Sun“ nicht unbedingt. Das ist natürlich rein subjektiv. Aber es hört sich eben nicht kosmisch genug an. Eher earthly, erdgebunden, staubig.

GREEN METEOR
Consumed By A Dying Sun
Argonauta Records/Cargo
20.04.2017

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