Zu wenig Zucker?

Ich habe nachgedacht. Manchmal wird mir leicht schwindlig, ich fühle mich so schlapp. Vor einer halben Stunde wußte ich noch, was ich wollte. Dann rotiert plötzlich der Kopf. Ich schaue minutenlang den schwarzen Stift an, ich wollte etwas nachschauen – aber was? Hilflos, ohnmächtig, und ja es wird mir leicht übel.

In dem Moment weiß ich nicht, wie mir geschieht. Ich zucke. Meine Finger schnipsen, meine Beine werden weich, ich schwanke. Dann – wenn ich Glück habe – ja, ich weiß doch, was es ist: Unterzucker. Schnelle Zufuhr von Kohlenhydraten, am besten Traubenzucker. Wenn es schon schlimm ist, dann Zufuhr von süßer Flüssigkeit, Cola oder Apfelsaft, unverdünnt. Und wenn ich zu viel trinke, dann kotze ich.

Mein Körper gehorcht nicht mehr. Ich muß warten, bis er wieder Kraft besitzt, dann übernehme ich erneut die Kontrolle. Bis dahin bin ich ihm ausgeliefert. Gesunde Menschen sagen: Nun übertreib doch nicht! Ich sage: Ihr wißt nichts. Ihr spürt nichts. Ihr seid nicht in diesem Unterzuckerkörper. Tatsächlich möchte ich das nicht erleben, damit ich nicht so geschwätzig werde. Denn eigentlich habe ich mir geschworen, diese Krankheit nie zur Sprache zu bringen. Auch ohne sie bin ich doch zu hören? Nun erzähle ich diese Privatismen, um diese Kuriositäten von vor ein paar Tagen zu erklären.

Wenn ich zu wenig Zucker im Blut habe, dann spielt der Organismus verrückt. Er lässt Dinge machen, sehen und hören, die sonst unter dem Radar bleiben. Werde aufmerksamer, schwächer und nehme das stärker wahr. Bluthochdruck, Kopfschmerzen, allgemein Migräne, Nervosität und Konzentrationsschwäche bis hin zum Schwindel kann alles auftreten. Eine erste Erklärung …

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