Ich glaube, da ist was …

Zunächst habe ich das auf die Jahreszeit geschoben. Dann auf den unregelmäßigen Schlaf. Dann auf die bevorstehende Geburt des ersten Kindes. Dann auf die zwei Jobs: Schreibtisch und Urinbeutelleeren. Dann auf den Schokoladenkonsum. Zu viel Kaffee? Das Wetter. Ja, das Wetter ist eigentlich stets schuld.

Das große V-Wort, das hab ich verschluckt. Weil es so strapaziert klingt. Irreal, völlig verrückt, das große Gequatsche, Gerede. Und jetzt schreibe ich hier. Das ist real.. Das spüre ich. Ob aber die Informationen, die Ereignisse, ob die wirklich so sich zutragen, wie ich das erfahre… das weiß ich nicht. Wir schreiben das Jahr 2017. Die Spekulation hat eine ganz andere Rolle eingenommen. Es gilt die eigene Story. Perspektiven werden generiert, technisches Know-How kannst du dir im Netz suchen. Das Bastelfieber hat ja viele der Jungen Leute befallen. Verrückt! Die bauen ihren eigenen Aussichtsturm. Gesundes Essen, gesunder Rhythmus, Tag und Nacht am Platz.

Begonnen hat dieses komische Gefühl, das neben der Übelkeit meine freien Stunden gliedert, als der bärtige Mann im beigen Anton mit leicht schlenkendem Gang am Fenster des Arbeitszimmers vorbei schritt. Zur selben Zeit. An manchen Tagen war die Hose verdreckt. Er trug eine Zigarette in der rechten hand. Fehlte nur noch, dass er sie auf den Bordsteig schnippte. Welchen Auftrag führte er aus?
Da blieb die Frau im schwarzen Kleid stehen, einfach stehen, auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ich ging zum Fahrrad, als ich es in Richtung Straße am Busch vorbei schob, da war sie nicht mehr da. Warum hatte sie mich so angestarrt? Sieht man es mir an, dass bald etwas passieren wird? Und woher kommt nur diese seltsame Aufregung?

Werde das beobachten und dokumentieren. Was mit mir im April beginnt und … wer weiß, wann das endet? Dieses Klopfen im Koronar, im Herzschließmuskel.

Telefonzelle

 

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